Nach der Pensionierung endlich besser schlafen

Januar 9, 2013 | Keine Kommentare

alter Mann schläftBerufsstress und das Anpassen unserer Schlafgewohnheit an die Arbeitszeiten kann sich auf die Schlafqualität auswirken. Eine Langzeitstudie belegt, dass sich die Schlafqualität bei Personen nach der Pensionierung deutlich verbessert. In der Studie, die seit 1984 durchgeführt wurde, befragten Psychologen der Universität Basel in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung rund 14200 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren jährlich zur Schlafzufriedenheit. Das Ergebnis: die 18 bis 60-Jährigen klagten vermehrt über Symptome wie Tagesmüdigkeit, Einschlafschwierigkeiten und frühes Erwachen und waren folglich mit ihrem Schlaf Jahr für Jahr unzufriedener. Anders die über 60-Jährigen. Nach deren Pensionierung nahm die Schlafzufriedenheit bei einer Mehrheit dieser Altersgruppe nicht weiter ab, sondern verbesserte sich vorübergehend vor allem bei denjenigen Personen, die aus dem Berufsleben austraten. Die Basler Psychologen vermuten, dass der Berufsstress nach der Pensionierung als zusätzlicher Belastungsfaktor bei unruhigem Schlaf wegfällt.

Aus der Praxis: Um besser schlafen zu können, müssen wir nicht auf die Pensionierung warten. Die Belastungen und die Beanspruchung am Arbeitsplatz nehmen zu. Wer deswegen schlechter schläft, sollte etwas dagegen tun. Der erste Schritt: Belastungen als solche erkennen und darüber empfindsam und direkt kommunizieren. Abschalten lernen. Freizeitaktivitäten bewusst planen. Familie und Freunde treffen, die Natur geniessen oder Sport betreiben. Schlafstörungen können wir als Signal dafür betrachten, dass das Gleichgewicht zwischen Belastung und Entspannung gestört ist – eine Warnleuchte, die wir unbedingt beachten sollten.

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