Explodierende Gesundheitskosten

Oktober 4, 2013 | Keine Kommentare

Geldbild
Er schreibt mir aus der Seele, der Chefredaktor der Sonntagszeitung, Herr Martin Spieler. Im Editorial befasst er sich mit den Gesundheitskosten, die uns trotz zahlreicher Marktregulierungsmassnahmen seitens Staat aus dem Ruder laufen. Laut Herrn Spieler braucht es weder neue Vorschriften noch Monopole in Form der Einheitskasse, um die weiterhin ansteigenden Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen. Vielmehr sollten alle Akteure im Sinne der Eigenverantwortung kostenbewusster handeln. Das Ganze weist Parallelen zu meinen Bemühungen in Sachen Heizkostenkontrolle auf. Diese versuche ich auch seit geraumer Zeit in den Griff zu bekommen. Ich optimiere und reguliere: Sämtliche Thermostate der Heizkörper wurden erneuert. Morgens, bevor ich das Haus verlasse, drehe ich die Temperatur hinunter. Abends wird bei gefühlten 18 Grad Celsius genächtigt. Die einzigen zwei Parameter, welche ich nicht beeinflussen kann, sind das Abrechnungssystem der Hausverwaltung und das Wetter. Ersteres ist so festgelegt, dass die gesamten Heizkosten auf die Wohnungsfläche der einzelnen Mieter umgelegt werden. Und letzteres – kurzer oder langer Winter – bestimmt wohl Petrus. Es spielt somit nur am Rande eine Rolle, ob ich umweltbewusst denke und eigenverantwortlich handle. Solange die anderen Mieter nicht das selbe tun, bleibt meine Heizkostenrechnung leider astronomisch hoch. Wahrscheinlich liegt hier die Crux. Solange jeder Gesundheitsakteur Eigeninteressen priorisiert, wird jede staatliche Regulierungsmassnahme die Kostenspirale eher anheizen und die Kostenverursacher verschieben. Das Problem wird laufend verlagert, aber nicht gelöst.

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