Entspannung im Alltag fördert den Schlaf

Mai 12, 2014 | Keine Kommentare

Wer kennt das nicht: Man kommt am Abend spät von der Arbeit oder anderen Aktivitäten nach Hause, hat noch einiges zu erledigen, nimmt ein Abendessen zu sich und kaum hat man sich versehen, ist es auch schon wieder Zeit, um ins Bett zu gehen. Dann kann es vorkommen, dass man zwar physisch im Bett liegt, sich die Gedanken aber noch um den vergangenen Tag drehen oder schon beim nächsten sind.

Um gut einschlafen zu können und auch das Auftreten von parasomnischen Symptomen wie Schlafwandeln, Reden oder Essen im Schlaf zu reduzieren, ist ein Herunterfahren am Abend, bevor man ins Bett geht, wichtig.

Neben angenehmen Aktivitäten, welche man am Abend machen kann, wie beispielsweise einem Spaziergang mit dem Partner, bei dem man den Tag Revue passieren lässt, oder einem entspannenden Hobby, gibt es auch einige Entspannungsmethoden, die man ausprobieren kann:

Eine einfache, gut in den Alltag integrierbare Methode, ist das Anwenden von Achtsamkeitsübungen. Achtsamkeit bedeutet, seine Sinne ganz bewusst, ohne Bewertung, auf den Moment zu richten und diesen wahrzunehmen. So können Sie beispielsweise einmal beim Zähneputzen ganz bewusst wahrnehmen, wie sich dies anfühlt. Spüren Sie die Borsten im Mund? Wie fühlt sich die Zahnbürste auf den Zähnen an, wie auf dem Zahnfleisch? Wie schmeckt die Zahnpaste? Oder Sie öffnen im Büro kurz das Fenster, schliessen die Augen und konzentrieren sich für fünf bis zehn Minuten einmal auf all die Geräusche, die Sie hören…..

Entspannen kann man ebenfalls, in dem man bewusst und langsam atmet. Das tiefe Atmen aktiviert unseren Parasympathikus, den Teil unseres vegetativen Nervensystems, der Stressreaktionen bremst und für Ruhe und Entspannung sorgt. Schliessen Sie dazu wiederum die Augen, atmen Sie tief und regelmässig durch die Nase ein und aus. Was nehmen Sie wahr? Spüren Sie, wie sich Ihr Bauch hebt und senkt, nehmen Sie wahr, wie sich die Luft in den Nasenflügel beim Einatmen etwas kälter anfühlt als beim Ausatmen?

Auch weitere Entspannungsmethoden, wie beispielsweise die progressive Muskelrelaxation nach Edmund Jacobson, bei welcher man abwechselnd verschiedene Muskelgruppen an- und entspannt, oder das autogene Training nach Johannes Heinrich Schultz, können, wenn man diese regelmässig anwendet, dazu beitragen, dass der Körper herunterfahren kann und man am Ende eines Tages ruhiger und entspannter ins Bett geht.

Probieren Sie es aus…

Sarah Koch

MSc Psychologin

 

Kommentar schreiben


Keine Kommentare