Schlafenszeit im Kinderzimmer – ein täglicher Kampf?

Januar 13, 2016 | Keine Kommentare

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Seit einigen Tagen erlebe ich jeden Abend dasselbe Theater. Mein 5-jähriger Sohn schläft während seiner Schlummergeschichte sofort und ohne Widerwillen ein. Unsere 8-jährige Hannah hingegen sträubt sich regelrecht gegen das Zu-Bett-Gehen. Sie hat Durst, möchte noch etwas spielen, oder klagt einfach darüber noch nicht müde zu sein. Meistens lasse ich sie dann noch etwas lesen, bis sie schliesslich mit dem Buch in der Hand einschläft. Doch ich frage mich ob das Mädchen zu wenig schläft?

Grundsätzlich gilt, solange die Kinder morgens gut aus dem Bett kommen, die Leistungsfähigkeit gleich bleibt und sie keine Auffälligkeiten, wie schlechte Stimmung, Tagesmüdigkeit, Reizbarkeit oder Überdrehtheit am Tag zeigen, gibt es keinen Grund zur Sorge. Der Schlafbedarf verringert sich mit dem Alter. Säuglinge schlafen noch 16 bis 18 Stunden, während Kindergartenkinder etwa 11 bis 13 Stunden Schlaf brauchen. Ab der Primarschule schlafen Kinder etwa 10 bis 12 Stunden und im Jugendalter verringert sich das Schlafbedürfnis schliesslich auf etwa 9 Stunden. Ausserdem gibt es bei Kindern ebenso eher tagesaktive, sogenannte „Lerche-Typen” und eher nachtaktive „Eule-Typen”.

Was sollten Eltern beim Zu-Bett-Bringen der Kinder vermeiden?

Eltern sollten die Bett-Geh-Zeit nicht als Strafe einsetzen. Sonst könnten die Kleinen Schlafen und Bett gedanklich mit etwas Schlechtem verbinden. Ausserdem ist es für Eltern nicht ratsam ihre Kinder mit ins eigene Bett zu nehmen, damit diese sich nicht angewöhnen nicht ohne die Eltern im Bett einschlafen zu können. Einschlafrituale und feste Zu-Bett-Geh-Zeiten geben Kindern Sicherheit und Geborgenheit und bereiten Kinder innerlich auf das Schlafen vor.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn das Kind einen Monat lang in der Hälfte der Nächte Schlafprobleme hat, sollte das Schlafproblem abgeklärt werden. Eine erste Anlaufstelle kann dabei der Kinder- oder Hausarzt sein.

 

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